Corona ohne Ende

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MichaB
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Corona ohne Ende

Beitrag von MichaB » 18. Mär 2020, 19:47

In diesen schweren Zeiten
mirissolangweilig
aber so geglänzt hat die Kiste noch nie.
auf den See darf man doch
Grüsse vom Bodensee
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Rainer
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Re: Corona ohne Ende

Beitrag von Rainer » 26. Mär 2020, 15:26

...dürfen wir trotz Corona-Krise aufs Wasser?

Nach ein paar Telefonaten hierzu eine tagesaktuelle private Meinung:

- Das bestehende Kontaktverbot wird regional/lokal unterschiedlich umgesetzt. Die Wasserschutzpolizei oder das Landratsamt sind gute Ansprechpartner. Grundsätzlich verstößt das Segeln auf einem Einhandboot dabei vermutlich nicht gegen das Kontaktverbot und Sport im Freien ist auch erlaubt.

- Allerdings sind die Gemeinden/Landkreise aufgerufen Sportstätten weitgehend zu schließen. Falls Euer Segelverein diesbzgl. keine Weisung erhalten hat, besteht für dessen Vorstand und Euch ein Spielraum für eine eigene Bewertung. Größere Vereine, bzw. Hafenanlagen im Norden sind tendenziell eher geschlossen; in kleineren Vereinen ist Training als Einzelperson ggf. möglich (unter Auflagen, s. Sanitäranlagen etc.).

- In eine Rettungssituation sollte man sich natürlich aus naheliegenden Gründen keinesfalls bringen. Darüber hinaus gilt zumindest bis Ende März tw. noch Schonzeit bzw. es ist ja auch noch saukalt! Darüber hinaus, - passt Segeln derzeit in den Gesamtrahmen (s. insb. ITA, SP etc.), - hmmm??

R.

GER100
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Re: Corona ohne Ende

Beitrag von GER100 » 29. Mär 2020, 12:54

Liebe A-Catler,

in diesen Zeiten kreisen meine Gedanken in erster Linie um die Segelfreunde in Italien, im Elsass und in Spanien, wo schon jetzt jene schlimmen Zustände herrschen, die womöglich auch auf uns bald zukommen. Möge es ihnen den Umständen entsprechend gut gehen. Die besten Wünsche an alle, die sich COVID-19 einfangen, wo auch immer sie leben.

In Zeiten wie diesen hat es keinen Nachrichtenwert mehr, dass eine Regatta abgesagt wird, sondern allenfalls, dass ganz eventuell in der zweiten Jahreshälfte vereinzelt welche stattfinden können. Die F18-Klasse hat es meiner Ansicht nach vorbildlich gelöst, sie hat schon jetzt beherzt sämtliche Großereignisse um ein Jahr nach 2021 verschoben. Kein Rumgeeiere wie beim IOC, das die Gesundheit der Athleten aufs Spiel setzte und dem Fairnessgedanken Hohn sprach.

Es tut mir selbst in der Seele weh, jetzt nach langem Winter nicht segeln und keine Segelfreunde treffen zu können. Aber es gibt im Moment nichts Vernünftigeres, als alle unnötigen Aktivitäten einzustellen und geduldig abzuwarrten, bis das (vollkommen richtige) Verbot des Betretens von Sportstätten aufgehoben ist - und das gilt eben auch für Segelvereine.

Das Geld, das wir nun bei den Regattakosten usw. einsparen, ist derzeit gut aufgehoben bei grenzüberschreitend arbeitenden Nothilfeorganisationen. Wir Segler sind eine schon immer international denkende Gemeinschaft, daran sollte sich gerade in Krisenzeiten nichts ändern. Gute professionelle Arbeit leisten Ärzte ohne Grenzen, Medico international, Diakonie Katastrophenhilfe oder Caritas international. Sie können jetzt jeden Cent brauchen.

Wir sehen uns dann wieder auf dem Wasser und an Land, wenn die Zeit danach ist. Bleibt gesund und munter!

Christian (GER100)

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